PLOS Medicine veröffentlicht systematische Überprüfung und Meta-Analyse von mehr als 60 SARS-CoV-2-Antigentests: LumiraDx SARS-CoV-2 Ag Test wird als sensitivster und genauester Test eingestuft

Lukas Brümmer, Stephan Katzenschlager und Claudia Denkinger, alle vom Universitätsklinikum Heidelberg, haben zusammen mit weiteren Mitarbeitern aus Heidelberg, Münster, Hamburg, Mannheim, FIND und dem Boston Children's Hospital eine neue systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse von SARS-CoV-2-Antigentests durchgeführt, die derzeit 133 klinische und analytische Performancestudien für 61 Antigentests umfasst, um nationale und internationale Gremien wie WHO*, ECDC und RKI zu informieren. Die Analyse zeigt, dass der gerätebasierte Mikrofluidiktest von LumiraDx die höchste Gesamtgenauigkeit aufweist.

Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören:

  • In allen meta-analysierten Studien zeigten die Ag-RDTs**, wenn sie gemäß der Herstelleranweisungen durchgeführt wurden, eine Sensitivität von 76,3 % (95 % CI 73,1 % bis 79,2 %), wobei LumiraDx (Sensitivität 88,2 % [95 % CI 59,0 % bis 97,5 %]) und von den nicht gerätebasierten Ag-RDTs der Standard Q (74,9 % Sensitivität [95 % CI 69,3 % bis 79,7 %]) am besten abschnitten.
  • Unabhängige Validierungen sind wichtig, weil die Analyse die Varianz der Ergebnisse zwischen den Tests hervorhebt (diese ist nicht in den Herstellerangaben ersichtlich).
  • Die Genauigkeit, die mit den besten Ag-RDT erreicht wird, kombiniert mit der kurzen Durchlaufzeit im Vergleich zur RT-PCR, deutet darauf hin, dass diese Tests die Pandemie erheblich beeinflussen können, wenn sie in durchdachten Test- und Screening-Strategien eingesetzt werden.
  • Von allen untersuchten Tests wies LumiraDx die höchste Genauigkeit auf.

Die vollständige Publikation ist hier zu finden.

Die Studie wurde unter anderem von FIND und der WHO finanziell unterstützt.

*RKI - Robert-Koch-Institut, ECDC - Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, FIND - Foundation of New Diagnosticsm, WHO - Weltgesundheitsorganisation

** Ag-RDT – Antigen rapid detection test, Antigen-Schnelltest

Finanzierung: Die Studie wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Deutschland (ohne Förderkennzeichen; https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/startseite/) und aus internen Mitteln des Universitätsklinikums Heidelberg (ohne Förderkennzeichen; https://www.heidelberg-university-hospital.com/de/) an CMD gefördert. Darüber hinaus wurde dieses Projekt aus Mitteln des Vereinigten Königreichs (UK) finanziert (Zuschussnummer: 300341-102; Foreign, Commonwealth & Development Office (FCMO), ehemals UK Department of International Development (DFID); www.gov.uk/fcdo) und durch einen Zuschuss der Weltgesundheitsorganisation (WHO; keine Zuschussnummer; https://www.who.int) und einen Zuschuss von Unitaid (Zuschussnummer: 2019-32-FIND MDR; https://unitaid.org) an Foundation of New Diagnostics (FIND; JAS, SC, SO, AM) unterstützt. Die Geldgeber hatten keinen Einfluss auf das Studiendesign, die Datenerhebung und -analyse, die Entscheidung zur Veröffentlichung oder die Erstellung des Manuskripts.